Stahl verzinkt
DIN EN 10255Verzinktes Stahlrohr ist das am häufigsten eingesetzte Rohr in der Hausinstallation. Die Zinkschicht schützt das Stahlrohr vor Korrosion und macht es besonders langlebig. Es wird nach DIN EN 10255 gefertigt und ist für Trinkwasser, Gas, Druckluft und Heizöl zugelassen.
Stahl schwarz (Siederohr)
DIN EN 10220 Reihe 2Schwarzes Stahlrohr (Siederohr) ist unverzinktes Stahlrohr, das hauptsächlich in Heizungsanlagen und für Ölleitungen verwendet wird. Es wird nach DIN EN 10220 Reihe 2+3 gefertigt und ist nicht für Trinkwasser geeignet.
Kupfer
DIN EN 1057Kupferrohr ist ein hochwertiges Installationsmaterial mit hervorragender Korrosionsbeständigkeit. Es wird nach DIN EN 1057 gefertigt und ist in harter (R290) und weicher (R220) Ausführung erhältlich. Kupfer hat natürliche antibakterielle Eigenschaften.
PE (Polyethylen)
DIN 8074PE-Rohre sind leichte, flexible Kunststoffrohre aus Polyethylen. Sie werden in den Varianten PE 80 und PE 100 eingesetzt und sind besonders beliebt für Erdverlegung bei Wasser- und Gasleitungen. PE-Xa ist eine vernetzte Variante für höhere Belastungen.
PP (Polypropylen)
DIN 8077PP-Rohre sind Kunststoffrohre aus Polypropylen, die vor allem in der Haustechnik und für Abwasserleitungen eingesetzt werden. Sie zeichnen sich durch hohe chemische Beständigkeit und einfache Verarbeitung aus.
Mehrschichtverbundrohr
DIN 16836Mehrschichtverbundrohre bestehen aus einem Aluminium-Kernrohr, das innen und außen mit Kunststoff (PE-X oder PE-RT) beschichtet ist. Sie vereinen die Vorteile von Kunststoff und Metall: formstabil, flexibel und sauerstoffdicht.
Gusseisen
DIN EN 877Gusseisenrohre sind extrem robuste Rohre, die vor allem in älteren Gebäuden und für Abwasserleitungen zu finden sind. Duktiles Gusseisen (GGG) wird auch für Trinkwasser- und Gasleitungen im Versorgungsnetz eingesetzt.
Edelstahl
DIN EN 10312Edelstahlrohre bieten höchste Korrosionsbeständigkeit und Hygiene. Sie werden in der Lebensmittelindustrie, Medizintechnik und für anspruchsvolle Trinkwasserinstallationen eingesetzt. Typische Legierungen sind V2A (1.4301) und V4A (1.4401/1.4571).
Bleirohre (Altbau)
TrinkwV §17Bleirohre waren bis ca. 1970 ein verbreitetes Material für Trinkwasserleitungen. Sie stellen eine erhebliche Gesundheitsgefahr dar (Blei im Trinkwasser) und müssen gemäß Trinkwasserverordnung (TrinkwV) ersetzt werden. Bleirohre erkennt man an ihrer dunkelgrauen Farbe und weichen Oberfläche — ein Fingernagel hinterlässt eine sichtbare Spur.
Asbestzement (Eternit)
TRGS 519Asbestzementrohre waren von den 1930er- bis in die 1990er-Jahre weit verbreitet in der Wasser- und Abwasserversorgung. Sie enthalten gesundheitsschädliche Asbestfasern. Die Entfernung muss durch einen Fachbetrieb gemäß TRGS 519 erfolgen. NICHT schneiden, bohren oder schleifen!
Steinzeug
DIN EN 295Steinzeug ist ein keramisches Rohrmaterial für die Abwasserentsorgung. Es ist extrem langlebig (100+ Jahre) und wird häufig in älteren Gebäuden und kommunalen Kanalisationen eingesetzt. Die Oberfläche ist braun bis rötlich und glasiert.
Flexibles Wellrohr (Edelstahl/Kunststoff)
DVGW VP 305Flexible Wellrohre bestehen aus Edelstahl oder PE und werden in der modernen Sanierung (enge Räume), bei Solaranschlüssen und Gasanschlüssen eingesetzt. Sie sind sehr flexibel und lassen sich leicht um Hindernisse verlegen.
GFK (Glasfaserverstärkter Kunststoff)
DIN EN 1796GFK-Rohre (glasfaserverstärkter Kunststoff) werden in der Industrie und kommunalen Versorgung eingesetzt. Sie sind sehr leicht, vollständig korrosionsfrei und für hohe Drücke geeignet. Typische Einsatzgebiete sind die chemische Industrie, Wasserversorgung und Abwasserbehandlung.
